Während Argentinien, Ecuador und Venezuela versuchen durch
neue Mediengesetze, die Medienlandschaft zu demokratisieren und denen eine Stimme
zu geben, die bisher keine hatten, ist die Situation in Kolumbien
unverändert und es lohnt sich daher einen Blick auf die dortige Situation zu
werfen, um zeigen zu können warum die Gesetzesinitiativen in den Lateinamerikanischen
Ländern notwendig und wünschenswert sind.
abre un espacio de debate sobre la cultura iberoamericana más profunda y crítica...
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Montag, 25. März 2013
Freitag, 22. März 2013
Post-Neoliberalismus und Kämpfe um die Hegemonie in Ecuador: Das neue Mediengesetz
„Eines der großen Hemmnisse bei der Herausbildung von
Kräften des Widerstands liegt in der Tatsache, dass die Herrschenden die Medien
wie noch nie in der Geschichte kontrollieren.“ (Bourdieu 2004: 178)
Diesen Zustand, den Pierre Bourdieu hier beschreibt finden wir nahezu überall in der Welt, aber im Falle einiger Länder in Lateinamerika wie beispielsweise Venezuela, Ecuador und Argentinien besitzen und dominieren einige wenige Konsortien und Familien den kompletten medialen Sektor und somit die öffentliche Meinung, die sie in ihrem Kampf gegen die neuen mitte-links Regierungen, die sich gegen die neoliberale Politik der letzten 30 Jahre stellen.
Diesen Zustand, den Pierre Bourdieu hier beschreibt finden wir nahezu überall in der Welt, aber im Falle einiger Länder in Lateinamerika wie beispielsweise Venezuela, Ecuador und Argentinien besitzen und dominieren einige wenige Konsortien und Familien den kompletten medialen Sektor und somit die öffentliche Meinung, die sie in ihrem Kampf gegen die neuen mitte-links Regierungen, die sich gegen die neoliberale Politik der letzten 30 Jahre stellen.
„Vorbild“ oder „Gefahr für die Demokratie“? Zur Verabschiedung des neuen Mediengesetzes in Argentinien
Die
spanische Zeitung „El País“ spricht von einem „Gesetz zur Medienkontrolle“
(10.10.2009), die “Neue Züricher Zeitung“ verkündete einen „Schatten über der
Pressefreiheit“ (14.09.09) und die deutsche „Frankfurter Allgemeine Zeitung“
fürchtet sich vor „neuen Zwangsjacken für Journalisten“ (19.10.2009). Die Rede
ist vom neuen Mediengesetz Argentiniens. Am 10. Oktober 2009, wurde es mit 44
zu 24 Stimmen vom Kongress in Buenos Aires verabschiedet. Die darauf folgenden
Reaktionen der internationalen Presse und Institutionen hätten
unterschiedlicher nicht sein können. Während große europäische Medien die
Pressefreiheit öffentlichkeitswirksam zu Grabe trugen, sprach der
UN-Sonderberichterstatter für Meinungs- und Redefreiheit, Frank la Rue, von
einer „Vorbildfunktion für den Kontinent“ und bezeichnete das Gesetz als einen
„Schritt vorwärts in Lateinamerika gegen die zunehmende Konzentration des
Eigentums an Medien.“ (CNN am 01.09.2009).
Am
7. Dezember 2012, über 3 Jahre nach seiner Verabschiedung trat das Gesetz nun
in Kraft. Die Meinungen darüber bleiben weiterhin gespalten und eine große
Mediengruppe geht noch immer gerichtlich dagegen vor. Grund genug, die Hintergründe
des Gesetzes und die argentinische Medienlandschaft hier einmal überblicksartig
zu beleuchten.
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