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Samstag, 9. November 2013

Erfolgreicher Workshop zum Thema "Armut in den Medien in Deutschland und Argentinien"



Am 8. November 2013 durften wir von "Aires del Sur - Reflexionar sin Fronteras" als Gastreferenten bei einem Studientag in Obermarchtal auftreten.
Der Tag, der unter dem Motto "Vergiss die Armen nicht - Armut und Gerechtigkeit in Deutschland und Argentinien" stand, wurde dort vom Gymnasium des Studienkolleg Obermarchtals und dem Freundeskreis Tinkunakuy e.V. angeboten. Mit nicht weniger als 8 Workshops rund um das Leitthema Armut und Gerechtigkeit hier und dort lieferte der Studientag mehr als genug spannende Denkanstöße und Möglichkeiten über den sprichwörtlichen Tellerrand hinauszuschauen. 

Unser Workshop beschäftigte sich mit der Präsenz der Armut in den Medien in Deutschland und Argentinien. Anhand von Textanalysen, Gruppendiskussionen und individuellen Reflexionen erarbeiteten wir das Thema gemeinsam mit den Schülern.



Die Ergebnisse konnten sich mehr als sehen lassen und wir hoffen, den Schülern neue Herangehensweisen an Beiträge aus dem Bereich der Massenmedien an die Hand mitgegeben zu haben.

Nach unserer Rückkehr nach Heidelberg wartete bereits das nächste Event auf uns: Die Filmvorführung des Dokumentarfilms "Sin mapa" im Malecón in der Heidelberger Altstadt!

Montag, 25. März 2013

Warum neue Mediengesetze notwendig und richtig sind: Die kolumbianischen Medien und die sozialen Proteste



Während Argentinien, Ecuador und Venezuela versuchen durch neue Mediengesetze, die Medienlandschaft zu demokratisieren und denen eine Stimme zu geben, die bisher keine hatten, ist die Situation in Kolumbien unverändert und es lohnt sich daher einen Blick auf die dortige Situation zu werfen, um zeigen zu können warum die Gesetzesinitiativen in den Lateinamerikanischen Ländern notwendig und wünschenswert sind.

Freitag, 22. März 2013

Post-Neoliberalismus und Kämpfe um die Hegemonie in Ecuador: Das neue Mediengesetz

„Eines der großen Hemmnisse bei der Herausbildung von Kräften des Widerstands liegt in der Tatsache, dass die Herrschenden die Medien wie noch nie in der Geschichte kontrollieren.“ (Bourdieu 2004: 178)


Diesen Zustand, den Pierre Bourdieu hier beschreibt finden wir nahezu überall in der Welt, aber im Falle einiger Länder in Lateinamerika wie beispielsweise Venezuela, Ecuador und Argentinien besitzen und dominieren einige wenige Konsortien und Familien den kompletten medialen Sektor und somit die öffentliche Meinung, die sie in ihrem Kampf gegen die neuen mitte-links Regierungen, die sich gegen die neoliberale Politik der letzten 30 Jahre stellen.

„Vorbild“ oder „Gefahr für die Demokratie“? Zur Verabschiedung des neuen Mediengesetzes in Argentinien

Die spanische Zeitung „El País“ spricht von einem „Gesetz zur Medienkontrolle“ (10.10.2009), die “Neue Züricher Zeitung“ verkündete einen „Schatten über der Pressefreiheit“ (14.09.09) und die deutsche „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ fürchtet sich vor „neuen Zwangsjacken für Journalisten“ (19.10.2009). Die Rede ist vom neuen Mediengesetz Argentiniens. Am 10. Oktober 2009, wurde es mit 44 zu 24 Stimmen vom Kongress in Buenos Aires verabschiedet. Die darauf folgenden Reaktionen der internationalen Presse und Institutionen hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während große europäische Medien die Pressefreiheit öffentlichkeitswirksam zu Grabe trugen, sprach der UN-Sonderberichterstatter für Meinungs- und Redefreiheit, Frank la Rue, von einer „Vorbildfunktion für den Kontinent“ und bezeichnete das Gesetz als einen „Schritt vorwärts in Lateinamerika gegen die zunehmende Konzentration des Eigentums an Medien.“ (CNN am 01.09.2009).
Am 7. Dezember 2012, über 3 Jahre nach seiner Verabschiedung trat das Gesetz nun in Kraft. Die Meinungen darüber bleiben weiterhin gespalten und eine große Mediengruppe geht noch immer gerichtlich dagegen vor. Grund genug, die Hintergründe des Gesetzes und die argentinische Medienlandschaft hier einmal überblicksartig zu beleuchten.